Nordkapp 2024
Motorradtour ins Ungewisse
23
JULI
2024
Tag 1 Elpersheim - Kiel - 650 km
Wir haben noch ein Bild der Reiseroute. Es sind insgesamt 6.700 km - davon ca. 1000 km mit den Fähren. Die Übernachtungen sind alle gebucht, die Motorräder sind mit neuen Reifen versehen und die Koffer sind gepackt. Von uns aus kann es also losgehen.
Schon mal vielen Dank an alle für das Interesse an unserer Seite. Taylor Swift hat angeblich 300 Mio. Follower - naja, das halten wir doch für etwas übertrieben. Aber die Hälfte ........!
Der heutige Tag war erwartungsgemäss wenig spektakulär - viel Autobahn halt. Immerhin ist die A7 eine motorradfreundliche Autobahn, weil es immer wieder Baustellen und Staus zur Ablenkung gibt.
Man muss die Autofahrer loben, weil sie sehr freundlich Platz gemacht haben. Natürlich stehen immer ein paar 5er-BMW im Weg – keine 3er oder 7er – nur 5er. Vermutlich trauen sich die 3er-Fahrer nicht den dicken Max zu machen und die 7er-Fahrer haben es nicht nötig.
Es ist auch immer wieder toll, zu beobachten, dass jeder mittlerweile den Blitzer bei Hannov. Münden kennt - Bremslichter schon von weit den Berg hinunter. Motorradfahrer sehen das eher gelassen.
Mit dem Wetter hatten wir Glück. Ab Hannover hatten wir sogar einen Regenschauer - Motorradfahrerherz, was willst Du mehr. Von wegen: muss ich nicht haben. Sind wir Biker - oder sind wir Biker? Nach 40 Km im Regen war dann wieder Sonne – man muss schließlich auch nicht übertreiben.
Es hat dann etwas gedauert bis wir am Fähranleger komplett waren, weil Matthieu aus dem Elsass angezuckelt ist. Jetzt sind wir erst mal auf dem Schiff …und… ahoi!
Die Frage, die uns alle bewegt, ist: hält unser Rotweinvorrat bis nach Norwegen – denn dafür ist er eigentlich gedacht. Immerhin hat er heute gute Chancen davon zu kommen, denn wir kommen auf See nicht an unsere Koffer.
Wenn wir über die Reeling blicken, denken wir unvermittelt an das Lied, das wir bei der letzten Serenade gesungen ( Anm. d. Red.: Jahreskonzert des Elpersheimer Gesangvereins ) haben: „ Es gibt nur Wasser, Wasser, Wasser überall, doch wir haben nichts zu trinken.“
Jetzt genug für heute und: “Domani e un altro giorno.”

24
JULI
2024
Tag 2 Göteborg - Torsby - 320 km
Weil das mit den Koffern auf See bekannt war, hat natürlich jemand Vorsorge getroffen – der Acolon ( Rotweinsorte aus dem Taubertal ) ist jetzt schon mal beim Teufel.
Wir haben pünktlich um 09.15 schwedischen Boden erreicht – Motorräder gehen wieder zum Schluss von Bord. Die Ausfahrt non Göteborg in Richtung Norden geht problemlos. Die Route E45 ist zunächst vierspurig. Der erste Halt ist in Vänesborg am gleichnamigen Vännern, dem größten See in Schweden. Das ist ein schönes Städtchen mit historischem Zentrum.
In Vänesborg treffen wir auf Gundi – die Regenwolke. Sie ist freundlich gegenüber Fremden und ist die ganze Fahrt am Vännern entlang bei uns geblieben – immer vorneweg den Weg weisend. Und der Vännern ist wie gesagt groß. Dann war es uns doch zu blöd und wir haben so getan, als ob wir nach Stockholm fahren – sind aber abgebogen nach Morla. Das hat funktioniert – hätten wir auch früher drauf kommen können.
Ab hier wurde die Landschaft schon schwedischer – gerade hügelige Straßen durch undurchdringliche Mischwälder. Links und rechts zeigten sich immer wieder dunkle Seen. Wir kamen dann am frühen Abend in unserem Tagesziel: Torsby an. Unser Hotel hat so etwas von einem Camp. Es waren zwar relativ wenig Kilometer, aber die Kleidung war doch ein wenig klamm. Jetzt erst mal eine heiße Dusche und dann ab in Town – ein anständiges Essen haben wir uns heute allemal verdient.
Mal sehen, was der Abend noch so bringt - "See You later Alligator"

25
JULI
2024
Tag 3 Torsby - Östersund - 460 km
Unser Weinvorrat blieb gestern unangetastet – heute haben wir schließlich eine lange Strecke vor uns - Frühstück um acht und ab die Post.
Um es vorweg zu nehmen: wir hatten heute einen wunderschönen Motorradtag – mit leichten Abstrichen am Nachmittag – Gundi, Du Ratte, jetzt ist aber langsam nicht mehr witzig. Die Regenkombi haben wir gleich mal angezogen. Eins ist klar: entweder alle oder keiner. Wir haben abgestimmt und es ging 2:1 gegen Wilfried aus - also raus aus Torsby. Torsby Downtown war nicht der Renner. Es gab Pizza-Kebap und Pitta-Kebap – Hauptsache, der Ranzen spannt.
Wir hatten eine wunderbare Strecke vor uns. Es wurde leicht kurviger und auch immer dünner besiedelt. Bis Morla hatten wir sogar Sonnenschein – dort der erste Halt zum Cappuccino im Schatten der Kathedrale „Mora Kyrka“ des heiligen Michael, die innen erwartungsgemäß relativ dürftig ausgestattet war. Schließlich gab es in Schweden keinerlei Ablass-Briefe, die für das nötige Kleingeld sorgten. Ab Morla war dann auch schon unser Ziel: Östersund ausgeschildert – immer weiter Richtung Norden. Gut gelaunt hat uns dann doch wieder ein warmer Landregen eingeholt, der auch in Richtung Norden unterwegs war. Ein warmer Landregen ist ja grundsätzlich etwas Gutes für Gemüsebauern und Rasenbesitzer – aber nicht unbedingt für Motorradfahrer. Also erst mal Pause an einem idyllischen Plätzchen – Ernst hat immer ein paar Dosen Wurst dabei und Westfälischer Pumpernickel hält sich unverwüstbar im Motorradkoffer.
Wir könnten jetzt hinter dem warmen Landregen herfahren oder ihn überholen – überholen, das Ding!. Bei einer errechneten Wolkengeschwindigkeit von 45,4 km/h und einer angenommenen Wolkenlänge von 80 km müssten wir in zwei Stunden durch sein. Wir hätten das dann auch fast geschafft, aber wir mussten in Ytterhogdal tanken – der ganze Vorsprung war beim Teufel. Wir hätten zu gerne herausbekommen, ob unsere Rechnung stimmt.
Die Fahrstrecke war immer noch wie am Morgen – schön geschwungen durch Wälder links und Wälder rechts. Kurz vor Östersund: trockene Straße – geht doch. Jetzt haben wir uns ein richtiges Essen verdient – zumal Östersund für lange Zeit eine größere Stadt ist. Longhorn Texas Steaks sind die besten in Town – worauf warten wir ? In Östersund ist noch ein Festival, aber das lassen wir lieber mal links liegen – okay, ein Scheidebecher geht.
Jetzt testen wir noch den Tetrapack – Norwegen ist überall - und mal sehen, ob wir noch was halbwegs Vernünftiges in unseren Blog kriegen.
Wir müssen noch Grüße und vielen Dank zurückgeben an alle, die uns eine Nachricht geschickt haben: Uli, Freddy, Moni ( die ist gut ), Karl und Gustav ( beides Schweden ), Anke, Friedhelm ( der hat uns erzählt, dass er im Winter ans Nordkapp gefahren ist – bei Eis und Schnee mit dem Gespann. Ach Friedhelm, wir denken in letzter Zeit oft an Dich ), Achim, Jim Knopf ( ist immer dabei ), Sascha, Maja, Ingi ( wir lieben Dich ), Philipp, Petrosevic ( sagt uns jetzt nichts )…. Wir haben 100% einige vergessen– morgen.
„ Wenn es der Kuh zu wohl ist, geht sie auf’s Eis“

26
JULI
2024
Tag 4 Östersund - Sorsele - 370 km
Überpünktlich vor 9 Uhr verlassen wir das Hotel Linden in Östersund. Die Regenkombi bleibt heute einstimmig weg - also Good Bye Östersund und weiter in Richtung Norden. Die Sonne lacht und die Straße ist trocken – hurra. Wir verlassen die Hauptstraße nach ein paar Kilometern, um mal näher in die Landschaft einzudringen. Prompt landen wir auf einer Schotterpiste – wieder was gelernt. Nach 20 Kilometern Slalomfahren hat uns die E45 wieder – unsere Heimat. Immer noch herrlicher Sonnenschein – wo gibt’s denn sowas ?
Unser erster Halt zum spirituellen Cappuccino war in Strömsund. Wir haben festgestellt, dass heute mehr Motorradfahrer unterwegs sind, als gestern – wie kommt’s? Der Punkt geht eindeutig an Harley Davidson – BMW weit abgeschlagen. Das musste sogar Matthieu zugeben. Die E45 hat so etwas von der Route 66, meinte Ernst – vielleicht ist das der Grund für die vielen Krachmacher.
Wir fahren übrigens immer noch durch anhaltendes Waldgebiet. Aber Wald ist nicht gleich Wald. Wir glauben, festgestellt zu haben, dass die Birken und Kiefern zunehmen – auch die Höhe macht einen Unterschied. Hundert Meter höher und alles sieht anders aus. Außerdem sterben die Bäume früher ab. Wir haben einen Schreinermeister dabei – der muss es wissen. Nach einer Kirchenbesichtigung in Dorotea ( wenn dadurch die Sonner scheint – gerne täglich ) – machen wir wieder Brotzeit am See.
Heute hatten wir richtig Zeit zum Trödeln – also einen Abstecher zum Lappland-Flughafen in Vilhelmina. Es gibt dort tatsächlich eine Flugroute – und zwar von Stockholm nach Arvidsjaur . Zweimal täglich fliegt ein Propellerflugzeug hin und zurück – das war’s. Das wollten wir sehen und haben sehnsüchtig auf die Kiste gewartet – landen, Leute ausladen, starten – knappe 20 Minuten.
Auf der Weiterfahrt haben wir festgestellt, dass es keine Elchwarnschilder mehr gibt – also haben wir die Elche verpasst ( Freddy hat uns ohnehin davor gewarnt ). Dafür gibt es jetzt Rentiere und schwuppsdiwupps hatten wir eines vor uns auf der Straße. Noch etwas ist weniger geworden: die Blitzer. Diese sind immer gut gekennzeichnet mit Ankündigung und dann leicht erkennbar – da könnten sich die Kollegen in Deutschland mal ein Beispiel nehmen. Allerdings haben wir langsam den Eindruck, dass die alle kaputt sind. Und in der Tat hat uns eine freundliche einheimische Dame aufgeklärt, dass die nicht immer scharf sind – Aaaha, deswegen also.
Wir kommen also unbeschadet, gut gelaunt, vollkommen trocken in Sorsele an im Holmen, Bed and Breakfast – perfekt. Sorsele ist bereits die Vorankündigung auf Lappland – Ruhe und Geborgenheit. Wenn wir dazu noch ein Plätzchen finden mit warmem Buffet, ist alles geritzt. Wir sagen nur: River Hotel – all You can eat.
Und jetzt ist leider der Spätburgunder ( andere Rotweinsorte aus dem Taubertal ) dran – was soll’s.
Wir wussten es doch – Grüße vergessen: also vielen Dank auch an Martina, Kurt, Inge, Peter, Tanja, Klaus und Martin. Sabine und Carola waren allerdings noch nicht dabei – wird langsam Zeit.
En ny morgon, en ny dag.

27
JULI
2024
Tag 5 Sorsele - Gällivare - 330 km
Holmen, Bed and Breakfast in Sorsele hat sich als ein Volltreffer erwiesen. Heute Morgen lernten wir Dennis kennen, der mit Janet das Hotel betreibt – ein Engländer in Schweden ( Ha ). Als Motorradfahrer hat er sich sehr über unseren Besuch gefreut und am meisten darüber, dass wir nach einer Straßenkarte fahren – Kunststück, die Navis haben nach dem zweiten Regentag den Geist aufgegeben. Wer also im Umkreis von 50 km übernachten will, sollte Holmen, Bed and Breakfast aufsuchen: „If You have never been there, You haven’t been anywhere“
Heute hatten wir relative wenige Kilometer vor uns, deswegen war Sightseeing angesagt. Auf der Route lagen die weltberühmten Stromschnellen Trollforsen -ein kleiner Abstecher war nötig laut Reiseführer. Abstecher bedeutet hier Schotterpiste durch den Wald– wir hätten es wissen können. Nun ist es nicht so wie wenn man zuhause durch das Bauernholz fährt. Wir sind 8 Schweden, der größten Wildnis überhaupt – 30 km gar nix. Nach einigen Umwegen – zu allem Überfluss – haben wir dann doch hingefunden. Wehe, wenn jemand sagt, das hat sich nicht gelohnt. Bei der Strecke zurück – inzwischen schottererprobt – ging es nach der alten Weisheit: je schneller man fährt, desto besser geht es über die Schlaglöcher. Trotzdem immer aufpassen auf die Rentiere, die hier immer wieder die Fahrbahn kreuzen. Sicherheitshalber haben wir links und rechts nach Bären Ausschau gehalten – man hat in letzter Zeit darüber gelesen.
Ach Du alte E45, wie haben wir Dich lieb, bringe uns weiter unserem Ziel entgegen. Da stand als nächstes der Polarkreis auf dem Programm, den wir kurz von Jokkmokk überquerten. Jetzt sind wir offiziell in Lappland, unter dem man alles nördlich des Polarkreises versteht. Jokkmokk selbst ist ein sehenswertes Städtchen und sehr für einen Besuch zu empfehlen. Dass es angefangen hat zu regnen, kümmert uns als erprobte Nordkapp-Fahrer nicht mehr. Wir haben mittlerweile einen anderen Gegner kennen gelernt: Karl, die Schnake. Die meisten nennen ihn verächtlich Mosquito – das erscheint uns ein bisschen negativ, denn schließlich ist er auch ein Geschöpf Gottes. Aber nimm Dich trotzdem in Acht, sonst…..
Ab Jokkmokk führt die Straße stets bergauf und wird schlagartig kurvenreich – für Motorradfahrer eine willkommene Abwechslung. Diese Steigung nutzen die Schweden aus und stauen den Luleälven mehrfach auf für Wasserkraftwerke – Porjus ist dabei das größte. Auf der Höhe geht es dann bis zu unserem Ziel, dem bekannten Wintersportort Gällivare – daselbst das Grandhotel Lappland. Ein interessanter Motorradtag findet hier sein Ende.
Wir müssen noch Grüße durchgeben an Dennis ( er hat uns fünf Follower versprochen ), Uta und Ines aus Berlin ( vom Cafe in Arvidsjaur ), Otto und Edith aus Regensburg ( von der falschen Seite vom Trollforsen ) und Christian aus Heide ( alleine mit der Kawasaki unterwegs – tapferer Junge ).
Heute haben sich noch gemeldet und wir bedanken uns bei Jochen, Thomas, Roland, Katrin, 4 mal Carola ( wir glauben, da verarscht uns Jemand ), Steffen aus der Arbeit. Gundi hat sich auch gemeldet ( kann uns mal ) und Sabine war immer noch nicht dabei.
« A demain, nos chers amis » -

28
JULI
2024
Tag 6 Gällivare - Skibotn - 480 km
Pünktlich wie die Maurer: Acht Uhr - Frühstück im Grand Hotel. Das war schon richtig professionell – nehmen, was es gibt, denn es kommt sicherlich noch anders. Das Hotell war überhaupt mit allerlei Schnickschnack ausgestattet. Die Türen öffnen und schließen automatisch – was unserem Schreinermeister sehr begeistert hat. Es hat nur noch gefehlt, dass die Kaffeemaschine mit uns spricht – wäre vermutlich zu viel gewesen bei unseren Sprachkenntnissen. Gällivare behalten wir in jedem Fall in angenehmer Erinnerung. Es ist uns auch dort erst aufgefallen, dass es nachts nicht mehr dunkel wird – ist schon glatt.
Wir haben heute wieder eine längere Tour vor uns und schauen erst mal dass wir voran kommen. In Svappavara verlassen wir die und lieb gewordene E45 in Richtung Norwegen. Wir hätten auch ein bisschen abkürzen können und noch weiter bis zur finnischen Grenze fahren. Aber als Nordkapp-Fahrer schmeißen wir nix um. Die E10 führt entlang der Eisenbahnlinie nach Narvik, die in erster Linie zum Erz-Transport genutzt wird. Es gibt hier zwar immer noch Wälder, aber jetzt unbestreitbar dünner und niedriger – einzig niedrige Birken.
Wir werden jetzt gleich Schweden verlassen – unsere zweite Heimat, an die wir immer gerne denken. Die Menschen sind ungemein freundlich. Die Preise für Übernachtung und Lebensmittel sind jederzeit mit unseren vergleichbar. Der Sprit ist sogar wesentlich günstiger – 1,65 Euro pro Liter. Bier und Whiskey ist natürlich teurer – aber das war klar.
Apropos Whiskey: ein erfahrener Schwedenkenner hat uns empfohlen, Scotch mitzunehmen. „Für einen Single Malt könnt Ihr in Schweden alles bekommen“ . Lieber erfahrener Schwedenkenner: einen-alten-Scheiß. Einen schweren Schädel haben wir bekommen, sonst nichts.
Den Grenzübertritt nach Norwegen hatten wir fast verpasst, weil keinerlei Kontrollpersonal da war. Die Gegend hat sich allerdings schlagartig verändert. Es wurde felsiger und die Straßen dadurch kurviger. Überall standen so lustige, kleine Ferienhäuschen herum – die Norweger scheinen ein Einsamkeitsliebendes Völkchen zu sein.
Beim ersten Tanken haben wir dann kapiert, warum uns noch in Schweden so viele Autos mit N-Kennzeichen entgegen gekommen sind. Das Benzin war satte 20% teurer – aber immer noch billiger als bei uns auf der Autobahn.
Vor Narvik biegen wir ab auf die E6 in Richtung Norden, die ab jetzt unser ständiger Begleiter ist. Narvik war übrigens im Jahr 1940 hart umkämpft und immer wieder erinnern Gedenkstätten an den Widerstand der ersten Alliierten aus norwegischen du französischen Soldaten im Kampf gegen die Deutschen.
Die Straße schlängelt sich elegant durch sie Hügel und ist ein Genuss für Motorradfahrer. Auf den höher gelegenen Wegstrecken hat uns immer wieder ein Nieselregen erwischt – über den wir kein Wort verlieren.
Nach Setermoen sind wir nochmals abgebogen – Wasserfall voraus - wieder auf eine Seitenstraße – würg. Es war diesmal wenigstens kein Schotterweg, aber die Schlaglöcher waren die gleichen. Der Malselvfossen war auf jeden Fall jedes Schlagloch wert. Zudem haben wir erfahren, dass hier ab Mitte Juni die Lachse hochziehen und es nur so wimmelt von Hobbyfischern – keine Bären!
Am Ende waren es dann doch 60 km Schlaglochtour und wir waren froh, wieder auf der Hauptroute zu sein. Diese führte entlang an eine Fjord, von dem wir aber vor lauter Nebel und Niesel nicht viel gesehen haben – morgen wieder. Heute erst mal Skibotn Hotel erreicht und den Abend bei guter Laune ausklingen lassen.
Wir haben heute wieder Grüße erhalten, für die wir uns bedanken. Dennis hat sich sehr gefreut über unseren lobenden Beitrag. Er hält Wort und beschafft und 5 Follower – er legt sogar noch 3 drauf. Dennis, wir freuen uns, dass Du einen Antrag auf Hotelerweiterung gestellt hast und von dem Rotweinfleck auf dem Betttuch wissen wir auch nichts – außerdem ist es nur ein klitzekleiner. Carola wird jetzt geblockt – das artet sonst aus,
Christian Kawasaki ( aus Heide ) fährt weiter in Richtung Süden – vielen Dank für Deinen Tip. WStruppiir bedanken uns noch bei unserer zweiten Tischtennismannschaft ( oje – das wir teuer ), bei Margit, Bernd, Christina, Francoise ( schon wieder? ), Thorsten, Struppi (?), Uta aus Berlin, Mikkael ( der erste von Dennis ), Olaf Scholz -das glauben wir jetz nich. Sabine fehlt immer noch.
„bedre med en fugl i handen enn ti pa taket"

29
JULI
2024
Tag 7 Skibotn - Olderfjord - 370 km
Fahrbericht folgtAuch von Skibotn schaffen wir die pünktliche Abfahrt zu unserer eigentlichen Norwegen-Etappe – entlang den Fjorden und Berghöhen. Es ist bewölkt, aber trocken – nur die Temperaturen könnten ein wenig höher sein. Die E6 führt zunächst 70 km am Storfjord und seinen Nebenarmen entlang. Dann führt die Route in Richtung Osten – immer entlang der scharf gezackten Küstenlinie bis nach Alta.
Immer wieder liegt ein Tunnel auf der Fahrstrecke – Motorradfahrer sind dann immer gespannt, wie es am anderen Ende aussieht – vorneweg: es bleibt trocken. So können wir die Passagen mit Extremkurvenlage genießen. Allgemein ist wenig Verkehr und 90 Sachen sind erlaubt, aber auf dem Land ist es nicht so streng. Ob die Blitzer gehen, wissen wir nicht - also besser Obacht. Was dünn gesät ist sind Kaffeehäuser und es braucht schon ein bisschen Übung, zu einem Pausenwachmacher zu kommen – Cappucino haben wir bereits abgeschminkt. Wir finden dann bei Alteide an einem Campingplatz einen Kiosk mit einem Pott Kaffee und Hot Dogs aus der Region – wir wissen nicht, was am Abend auf uns zukommt, denn es wartet auch ein Campingplatz auf uns.
Rechtzeitig tanken muss ebenfalls bedacht werden. Eine rege Diskussion gab es, ob das Benzin ebenfalls aus der Mannschaftskasse bezahlt werden soll, was eigentlich praktischer wäre. Die XJR sauft halt nunmal am meisten. Das hat jetzt nichts mit dem Fahrer zu tun ( böse Zungen behaupten: wie der Härr so das Geschärr ) – nein, das ist Physik ( Aaha ). Vier Zylinder mal Dreizehnhundert Kubik sind 5,2 Liter. Drei Zylinder mal Neunhundert Kubik sind 2,7 Liter. Zwei Zylinder mal Zwölfhundertfuffzich Kubik sind 2,5 Liter - alles Klaro ?, sagt Wilfried. Matthieu sagt, das ist totaler Quatsch. Ernst hält wie immer zu Matthieu. Weil aber Wilfried im alleinigen Besitz der restlichen Wein- und Whisky-Vorräte ist, wurde der Antrag doch angenommen – also Mannschaftskasse.
Die nächste Station ist Alta, die größere Stadt am Pol. Hier wurden in den 60er Jahren Felsgravuren entdeckt, die teilweise 5000 Jahre alt sind und zum Unesco-Kulturerbe gehören – nix wie hin. So, wieder was gelernt !.
Weiter auf der E6 verlassen wir das Meer und steigen auf ein Höhenplateau auf – wieder herrliche Kurven. Nun ist ein Hochplateau nicht gleich ein Hochplateau – hier im Norden ( praktisch auf Polarmission ) bewegen wir uns bei ca. 400 m.ü.N. – das reicht aber auch vollkommen. Der Wind pfeift ganz schön heftig ( von der Seite ) und wir kommen wieder an die Nebelgrenze ( Niesel ). Nach 50 Km geht es bei Skaidi wieder runter an unser geliebtes Meer.
Nun aber die restlichen Kilometer ein bisschen zügig – wir kommen ja immer mehr auf’s Land und können ein bisschen Gas geben. So haben wir schon wieder den ganzen Tag herumgebracht und kommen später als geplant bei unserem Bringnes-Campingplatz an. Hier ist es nun – unser eigenes Haus am Meer – mit Grillhütte und Lagerfeuer.
Wir fahren erst nochmals ein paar Kilometer zurück, weil es dort Rentiersteak gibt – und dann ab in die Hütte.
Wir haben heute Grüsse erhalten von Agnetha, Björn, Benny und Anni-Frid – alles Kumpels von Dennis. Sie wollen alle Ihre Freunde informieren, damit sie von Taylor Swift abspringen. Das Grandhotel in Gällivare hat sich ebenfalls gemeldet. Sie haben eine sprechende Kaffeemaschine bestellt und wir dürfen dort immer kostenlos übernachten - läuft.
Wenn das so ist: Wir erheben hiermit die E6 zur abwechslungsreichsten Küstenstraße der Welt. Vielleicht bekommen wir eine Einladung von König Harald und er macht uns zu norwegischen Ehrenbürgern.
Wir bedanken uns außerdem bei Jürgen, Manfred, Sonja und Gerlinde für die aufmunternden Worte. Bernd aus Wunsiedel hat uns mitgeteilt, dass sein Opa in Narvik 1940 dabei war – so dann wissen wir das jetzt auch.
„Ciezajàvrrigeaidnu“ – das ist Sami und lässt sich nur schwer übersetzen.

30
JULI
2024
Tag 8 Olderfjord - Nordcap - Lakselv - 330 km
Unser Sundowner hat gestern doch ein wenig länger gedauert. Wir haben immer darauf gewartet, dass es dunkel wird – Pfeifendeckel. Aber trotzdem früh raus und erst mal wieder zurück zum Camping-Restaurant zum Frühstück und volltanken (Mannschaftskasse ). Unser Gruß geht an dieser Stelle an Julia aus Finnland für den besten Service in Lappland ( Camping Russenes ). Den beleibten Herrn, der uns den letzten Lachs vor der Nase weggeschnappt hat, grüßen wir nicht - bei herrlichem Wetter und 11 Grad auf zum Nordkapp.
Das hat sich dann doch noch gezogen und auf den Höhen und in den Tunneln war es fast empfindlich kälter - vor allem im Nordkapp-Tunnel. Dieser geht mit 10% erst mal runter auf 212 m unter Null und drüben wieder rauf. Die Tunnelbenutzung ist übrigens umsonst, weil die Baukosten durch Mautgebühren vor einigen Jahren abbezahlt waren. Danach ging er in den Besitz der Steuerzahler über und ist seitdem frei. Das klingt nach einem Plan, Herr Wissing( Pfui. Politik ).
An Christian Kawasaki: Dein Tipp mit 1.30 Uhr ans Nordkapp zu kommen und direkt durchzufahren ist gut, aber Du darfst nicht vergessen, dass wir ältere Herren sind, die um diese Zeit noch an der Hüttenbar sitzen.
Am Ziel unserer Reisen waren wir also kurz nach Elf – noch relativ klare Sicht und relativ wenig Andrang. Beides sollte sich schlagartig ändern, weil ein angelegtes Kreuzfahrtschiff sieben volle Busse angekarrt hat. Wir bedanken uns bei Nora und Ramon aus Nürnberg für’s rechtzeitige Bildermachen – wieder zwei Follower mehr. Wir haben den Aufenthalt ausgiebig ausgekostet mit Besucherzentrum samt Filmvorführung und Cafeteria ( mit Bremer Kaffeemaschine aus dem Taubertal – Vorsicht Werbung ). Wir waren so richtig stolz auf unsere Leistung, bis wir Lea aus Berlin getroffen haben. Sie ist seit vier Wochen mit dem Fahrrad unterwegs und wir wissen jetzt, wer wirklich eine Leistung vollbracht hat. Wir haben schon einige Radfahrer unterwegs gesehen, aber jetzt hat das Leiden einen Namen – Lea. Mädchen, Du musst Dich jeden Tag melden, damit wir wissen, dass es Dir gut geht – armes Ding ( Du kannst auch gerne die Email-Adresse im Impressum nehmen und Bilder mit schicken ).
So, ab jetzt geht es wieder nach Hause – noch sechs Mal schlafen und wir können unsere Lieben wieder in die Arme nehmen ( Ooh, wie schön ). Es herrschte mittlerweile ein brutaler Nebel – Visier nass ( innen und außen ), Brille nass, langsam fahren ( immer noch Rentiere ). Bis zum heutigen Startpunkt ging es den gleichen Weg zurück und dann noch 70 km bis Lakselv. Hier lagen noch die Holzkirche von Kistrand ( absolutes Muss ) und die versteinerten Trolle von Trollholmsund neben der Strecke Vorsicht: Abstecher, Schotterpiste ) – sehen wirklich aus wie aus dem Hobbit. Ein ereignisreicher Tag kling am Ende des Porsangerfjordes in Lakselv aus – hier ist allerdings der Bär am Pflock.
Wen wir überhaupt gar nicht vermissen, ist Karl – dem scheint es hier oben zu kalt zu sein und er kann diesen Lebensraum nicht besetzen. Das sehen wir als untrüglichen Beweis an, dass der Mensch der Schnake überlegen ist – evolutionstechnisch.
Wir haben heute wieder viele liebe Grüße bekommen für die wir uns gerne bedanken: Manne, Moni, Susanne, Karl-Heinz, Tanja, Eugen, Andreas und so weiter und so fort – Ihr seid einfach die Besten.
König Harald hat sich gemeldet. Mit Matthieu kann er sich das mit dem Ehrenbürger gut vorstellen, die anderen beiden nicht – vermutlich nur wegen Narvik 1940. Mit 2:1 stufen wir die E6 wieder runter zur normalen Küstenstraße - so, haste davon.
Taylor Swift hat sich beschwert , sie hat 1,3 Millionen Follower verloren in der letzten Woche und mit Klage gedroht. Ach Taylorchen, nun hab Dich doch mal nicht so. Wir haben trotzdem Dennis und seinen Kumpels gesagt, sie sollen das lassen – sicherheitshalber.
Manche haben sich beschwert, sie finden nichts zum Nachrichten schicken. Also für alle, die mit diesen modernen Medien nicht so bewandert sind wie wir: bei „Über uns“, mehr erfahren, ganz nach unten scrollen - irgendwie halt nach unten gehen. Bei diesen Gelegenheit: viele Grüße an Chris, unseren Web-Designer.
„Til lags aat alle kan ingjen gjera”

31
JULI
2024
Tag 9 Lakselv - Sodankylä - 390 km
Hotel Lakselv: vier von fünf Sternen – weiter geht’s in Richtung Süden um 8.45 Uhr. Wir haben herrlichen Sonnenschein und so genießen wir die Fahrt über die Hochebene bis nach Karasjok. Sprich: wir fahren gemütlich - trotzdem immer aufpassen auf die Rentiere. Jeder warnt uns davor und erzählt uns Schauermärchen – vermutlich nur Wichtigtuerei. Den Abschuss machte der Alte vor dem Hotel: Wenn Ihr ein Rentier seht ist es nicht gefährlich, gefährlich ist es, wenn Ihr keines seht – ja, so ein Depp. Wie stellt der sich das denn vor?. Aber tatsächlich scheint etwas dran zu sein. Immer wenn man längere Zeit ohne Sichtkontakt unterwegs ist, steh so ein Viech mitten auf der Straße – also Obacht geben. Wir wechseln zusätzlich auch den Vorausfahrer alle 20 km aus.
Hochebene bedeutet hier 350 m, aber die Gegend ist wie Steppe – Tundra halt. Bei Karasjok geht es wieder ein paar hundert Meter runter und es gibt wieder Bäume. Hier gibt es ein bekanntes Sami-Museum, das wir besuchen – sehr interessant. Wir unterstützen jetzt die Sami bei ihrem Kampf um ein eigenes Kunstmuseum, das ihnen von den Norwegern nicht zugestanden wird. Damit bringen wir alle Sami auf unsere Seite. Blöd nur, dass wir es uns mit unseren Fast-Freund Harald verkackt haben. Olli Velli vom Souvenir-Shop ist auch mit dabei, nachdem wir ihm ein Elchgeweih und den Rentierschinken abgekauft haben – irgendwie haben wir den Verdacht, dass er uns über’s Ohr gehauen hat. Wir haben aber wenigstens noch ein paar norwegische Kronen losbekommen, die zuhause von geringem Wert wären ( Stichwort: Nutzungskostenrechnung ). Überhaupt können wir unserem erfahrenen Norwegenkenner mitteilen, dass er uns ebenfalls einen Elch aufgebunden hat ( von wegen Whisky tauschen )
Jetzt kommt die Grenze zu Finnland - mitten im Fluss Inaijoki – fast nicht erkennbar. Bis nach Inari geht es wieder über eine Hochebene zum gleichnamigen See. Bis nach Ivalo gibt es jede Menge Ausblicke auf den Inaijärvi. Ivalo ist die nächste größere Stadt und wir nutzen nochmals die Gelegenheit für eine Kaffeepause.
Jetzt haben wir erst festgestellt, dass sich die Uhr um eine Stunde vorgestellt hat – also wieder ein bisschen Gas geben für die restlichen 140 km. Uns kommt entgegen, dass sich auch die Finnen allgemein weniger um die Geschwindigkeitsbeschränkungen scheren – im Gegensatz zu den Schweden uns Norwegern. Den Blick richten wir mittlerweile bang nach vorne in eine Wolkenwand – nach dem ganzen Tag Sonne werden wir jetzt doch einmal trocken nach Hause kommen. Was für alle Motorradfahrer ein Gräuel ist, sind entgegenkommende Autos mit laufenden Scheibenwischern. Die Straße ist zwar nass, aber die Scheibenwischer bleiben aus. Sodankylä erreicht –Hurra - wieder ein eigenes Haus. Bleibt noch zu erwähnen, dass noch vor dem Essengehen der Tourenplaner von seinen Aufgaben entbunden wurde – mit 3:0 stimmen.
Wir hatten heute wieder viele Weiterhin-Gute-Fahrt-Wünsche, für die wir uns bedanken- das werden wir noch hinbekommen. John aus Neuseeland fragt, wo das Nordkapp ist – was sollen wir dazu sagen: gleich hinter Neuses, Du Seggel. Wir haben gestern Ulrike vergessen. Ulrike, was wir Dir immer schon sagen wollten – uns aber nie getraut haben: Du bist die Beste.
Lea hat sich nicht gemeldet – wir machen uns Sorgen. Hoffentlich ist nichts passiert. Herr Wissing hat sich ebenfalls nicht gemeldet – da machen wir uns keine Sorgen. Dafür haben sich andere Radfahrer gemeldet – Euch allen unseren größten Respekt.
Der letzte Zweigelt ( noch andere Rotweinsorte aus dem Taubertal ) ist alle – das macht uns große Sorgen – er hat aber auch lange durchgehalten, wenn ihr ehrlich seid.
Karl, der Schnak, scheint sich noch mit uns arrangieren zu wollen – schickt aber Vorboten zur Sondierung der Lage. Junge, denke an die biologische Überlegenheit.
„Karhut ei tiedä anteuksia“

01
Aug.
2024
Tag 10 Sodankylä - Oulu - 340 km
Unser Tourenplaner wurde heute Morgen wieder offiziell und in allen Ehren eingesetzt – Dank Jazmin. Sie hat uns noch ein Upgrate organisiert mit Apartment inclusive eigener Sauna – Da konnten die Jungs wieder lachen. Zum Dank haben wir die Schließzylinder der Eingangstüre umgebaut. Jetzt schließt die Türe in die Richtung, wie es sich mitteleuropäischem Standard gehört. „ Nimella – Best Campground all over Lappland” - with greetings to Jazmin.
Also gut drauf: ab in den Süden in Richtung Rovaniemi – der Sonne hinterher, hejo was geht. Beim Tanken treffen wir auf Matteo aus Riva del Garda – noch ein Verrückter ( ital.: eroe del giorno ). Er macht beim Northcape 4000 mit und ist vor dreizehn Tagen mit dem Fahrrad am Gardasee gestartet – morgen will er am Nordkapp sein – so frisch wie er aussieht, schafft er das auch. Matteo, sei il migliore – avanti numero 148. Während Matteo in die nördliche Sonne fährt. Haben wir jetzt Nieselregen – absolut kein Problem für uns. Die Regenkombi ziehen wir nur an, weil es schöner aussieht. Aber es sind dann doch 100 km bis Rovaniemi. Soweit wir unter dem Visier erkennen konnten gab wieder Wald, Hochebene, wenig Besiedlung und drei bis fünf – je nachdem, wer die Geschichte erzählt. Der am Ende des Alphabets Steht, hat am wenigsten gesehen – und umgekehrt ( grübel, grübel ).
Kurz vor Rovaniemi , die übrigens die Hauptstadt von Lappland ist, kommt das Weihnachtsmanndorf – direkt am Polarkreis. Wir wollten eigentlich gar nicht hin, aber zum Aufwärmen… ? Es ist echt unglaublich, was dort auf die Beine gestellt wurde ( man bräuchte hier ein Luftbild ). Äh, das eine oder andere Stück haben wir schon eingekauft. Wir bedanken uns bei dieser Gelegenheit bei Patricia aus Krumpendorf am schönen Wörthersee, die mit Ihrer Reisegruppe am Nordkapp war, für das gegenseitige Bildermachen und grüßen herzlich ( wieder 53 Follower auf einen Schlag ).
In Rovaniemi selbst ist die evangelische Kirche mit dem Altarfresko von Lennart Segerstrale ein absolutes Muss. Als Dank, dass wir diesen Anblick genießen durften und als Bitte für Sonnenschein haben wir drei Kerzen angezündet. – gegen 200 norwegische Krone als Spende. Und was sollen wir sagen: kaum aus der Kirche raus und kein Regen mehr. Wir verbreiten das hier und heute als das Wunder von Rovaniemi – es gibt drei unabhängige Zeugen. So bringen wir auch die Protestanten in Lappland hinter uns – Taylorchen, nimm Dich in Acht.
Das Wetter hielt leider nur 30 Kilometer – naja, das braucht ja niemand zu wissen. Bis Kemi also nicht auf den trockenen. Es ist übrigens erwiesen, dass der Reifenabrieb auf nasser Fahrbahn um 30% verringert wird – na, wer sagt’s denn. Wir sind dann bei Tervola von der Hauptstraße rüber gewechselt auf die andere Seite des Flusses Kemijoki auf die Landstraße 926. Das ist ein absoluter Geheimtipp für Motorradfahrer, den man nur findet, wenn man während der Fahrt Karte liest – Ihr Navi-Dödel ( okay, zum Hotelfinden ist Navi gut bis sehr gut ).
Bis Oulu dann aber wieder zügig auf der zu gut ausgebauten Schnellstraße E75. Es wird wieder 19.00 Uhr und wir haben keine Lust mehr – was sollen dann erst die Radfahrer denken.
Wir bedanken uns heute stellvertretend für alle lieben Grüße bei Albrecht, Peter, Lisa und Stefan. Joe wünschen wir gute Besserung. Ingrid muntert uns jeden Tag auf – vielen Dank dafür. Sie grüßt auch alle tapferen Radfahrer. Alle Ihr da draußen, Ihr seid so gut zu uns.
König Harald stimmt dem Sami-Museum zu, wenn wir die E6 wieder hochstufen - hiermit geritzt.
Es haben sich viele Tierschützer gemeldet wegen dem Elchgeweih. Also, der Elch wird nicht tot, wenn er das Geweih abwirft ( das hätte uns noch gefehlt ).
"Akainen Lintu madon nappaa"

02
Aug.
2024
Tag 11 Oulu - Jämsä - 390 km
Die Abfahrt von Hotel Lasaretti in Oulu – das wir sehr weiterempfehlen – hat sich heute leicht verspätet ( leicht verpennt ). Die Sonne scheint und die Rückfahrt geht weiter in Richtung Jyväscylä. Wir haben die Hauptstraße E75 gleich nochmals verlassen auf der Suche nach einem weiteren Geheimtipp. Das hat sich anfangs auch ganz gut angelaasen, aber zuletzt sind wir doch wieder auf einer Schotterpiste gelandet – heute etwas schmierig vom gestrigen Regen. So haben wir aber einen guten Eindruck von Ackerbau und Viehzucht in dieser Region erhalten. Es gibt vorwiegend Gersten- und Haferfelder, vereinzelt Weizen - allerdings noch lange nicht druschfähig. Bei dem feuchten Boden ist das sicherlich kein Vergnügen – uns kommen Traktoren mit extremer Doppelbereifung entgegen. Bei dieser Gelegenheit müssen wir eine Bemerkung von gestern berichtigen, weil wir viele erboste Zuschriften erhalten haben von unserem angestammten Motorradfahrerklientel. Wir meinten nicht Navi-Dödel sondern Navidödelä. Das ist etwas regionales zu essen ( findet man nicht in Google ) – es war halt gestern ein bisschen spät und wir bitten um Entschuldigung.
Endlich wieder zurück auf der Hauptstraße gibt es bei Temmeksen ein kleines Freilandmuseum – durchaus sehenswert. Es ist dann auch schon wieder Zeit für einen Tank- und Kaffeestopp. Der Sprit wird übrigens ab jetzt nicht mehr von der Mannschaftskasse bezahlt, weil der Whisky alle ist – 2:1 Stimmen ( Protest zwecklos ). Hier in Pulkkila haben wir Rock Jape getroffen, der mit seiner 40 Jahre alten Harley Davidson in Europa herumtourt. Die 400 000 Kilometer mit dem ersten Motor ( noch 1300 ccm ) lassen wir gerade mal durchgehen, denn Finnen lügen nicht.
Jetzt haben wir den sonnigen Vormittag schon wieder gemütlich getrödelt und müssen erst mal ein paar Kilometer fressen durch das Land der tausend Seen. Dabei immer aufpassen – es ist immer mit Elchen zu rechnen. Bei Äänekoski trübt sich der Himmel wieder ein – erstmal Kaffeepause und dann weitersehen. Die restlichen 100 km haben wir dann mit abwechselnd Sonnenschein und Landregen verbracht – nennen wir das mal Intervalldusche. Die Landschaft wird dabei zusehends mitteleuropäischer.
Unser Ziel ist eine Ferienanlage mit Hotel in der Nähe von Jämsä. Der Check-In hat uns ein wenig Kopfzerbrechen bereitet, weil diesmal keine freundliche Dame an der Rezeption zu erwarten war, sondern per Email der Download einer speziellen App gefordert wurde - App zum einchecken, so ein Quatsch. Wir haben dann Mari am anderen Ende der Leitung dazu gebracht, dass sie uns telefonisch Schritt für Schritt durch die verschlossenen Türen bugsiert hat – von wegen App. Auch morgen früh ist niemand da – selber Schuld. Die Hotelanlage ist schon ein bisschen spärlich eingerichtet für den Preis, aber zeigt sich als gut geeignete Basis für einen längeren Aufenthalt in absoluter Abgeschiedenheit – mit Fischen im See.
Wir sind zufrieden, dass wir auch dieses Problem gelöst haben und genießen auch diesen Moment. Mittlerweile haben wir 4.800 km auf unseren Reifen zurückgelegt – pro Mann natürlich. Wie wir erfahren haben läuft aktuell eine bekannte Finnlad-Rallye in der Gegend, was die extrem hohe Hotelbelegung mit entsprechenden Preisen erklärt- ha, gebt uns noch einen Tag Schotterpiste und wir sind voll dabei. Zum Abendessen mussten wir nochmals aufsteigen und in Richtung Jämsä, das in dieser Hinsicht sehr gut ausgestattet ist. Uns war heute nach Thailändisch – eine willkommene Abwechslung.
Der Pastor von Rovaniemi hat sich heute gemeldet. Er ist begeistert vom heiligen Wunder und es ist nicht ungewöhnlich , dass solche Sachen einen Tag dauern. Also wenn das so ist, dann fordern wir zwei Sonnentage in Folge mindestens so wie heute – gebongt.
Jazmin von Camping Nillimela hat sich für die gute Bewertung gefreut. Das mit der Türe wäre nicht nötig gewesen, weil sie das Apartment 2B jetzt nur noch an Deutsche vermieten kann – die anderen bringen die Türe nicht auf und sie muss dann immer hinterherrennen.
So, also erst mal Gute Nacht bis morgen und ….
“Toinen hiiri nappaa juuston“

03
Aug.
2024
Tag 12 Jämsä - Turku - 260 km
Aufbruch früher als sonst zum externe Frühstück. Um es gleich vorweg zu nehmen: der Pastor aus Rovaniemi hat Wort gehalten. Für den Nachmittag hätte er vielleicht noch ein paar Sonnenstunden drauflegen können – aber passt schon, wir bezeugen des Wunder. Schon an der Frühstücks-Tanke wurde uns deutlich, dass heute etwas Besonderes im Gange ist – überall kamen uns Personen mit weiß/blauer Perücke entgegen. Richtig: Finnlandrallye und ihr Matador Kalle führt. Wir waren nicht darauf vorbereitet und gingen unserer Wege in Richtung Tampere – wenn nicht die Straßen verstopft gewesen wären. Wie üblich vorbei am Stau, kamen plötzlich die Rallye-Fahrzeuge von hinten angeschossen – auf öffentlichen Straßen – hätten wir nicht gedacht – also hinterher zum Bild machen.
Wir haben dann die Hauptroute verlassen, um mehr Ruhe und weniger Verkehr zu bekommen - nur noch gelbe und rote Straßen – keine weißen mehr. Wir sind dann auf der Landstraße 343 gemütlich nach Halli gekommen – mit einem alten Militärflugplatz. Im See von Halli - mit den schönen Spiegelungen - war lange der Start- und Landepunkt für Wasserflugzeuge als Dreh -und Angelpunkt zur Versorgung der Region, hat uns Jarkko stolz erzählt. Es gibt auch ein Museum mir altem Fluggerät. Allerdings können wir hier nicht mehr weiterhelfen – Fenster und Hydraulik total am Arsch. Also weiter über Mantilä zurück zur Hauptstraße – ein super Geheimtipp.
Nach einer Pause ( Kaffee und Regenguss aussitzen ) zogen die Motorräder kurz nach Loimaa wie von Geisterhand gezogen nach rechts – Gegensteuern zwecklos. Wir landeten somit unmittelbar vor einem geheimnisvollen Märchenwald, in dem Alpo Jaakola eine einzigartige Statuenschau errichtet hat, dem „Alpo Jaakola Patsaspuisto“. Am Infostand trafen wir auf Ella, die uns mit überschäumender Begeisterung vom Schaffen des bedeutenden Künstler erzählte. Altes und vermeintlich Unnützliches hat er in Werke verschiedenster Art verwandelt – alte Hütten, Gemälde, Statuen . Wir hätten noch stundenlang zuhören können - wie einst Odysseus bei Kirke – bis jemand laut „Fähre“ gerufen hat. Das mit den Wichtelmännschen nach Sonnenuntergang können wir jetzt nicht überprüfen – aber diese Augen können nicht lügen. Ella zeigte sich gnädig und hat uns ziehen lassen - ab nach Turku.
Turku ist nicht allzu groß und den Hafen zu finden, war kein Problem – aber vorher noch in die Stadt zum Abendessen – so viel Zeit war dann doch noch. Dabei haben wir beschlossen, unser Elchgeweih an den fleißigsten Nachrichtenschreiber abzugeben – schließlich können wir es nicht durch drei teilen. Wertungsschluss ist Montagabend um 24.00 Uhr – also haltet Euch ran. Wir haben dann noch lange von Deck aus beobachtet wie sich der Kahn eindrucksvoll durch die kleinen Inseln und Riffe nach draußen ins offene Meer geschlängelt hat. Irgendwann war’s dann dunkel und Zeit für die Heia – Anlegen nachher um 6.30 Uhr.
Wir müssen noch Manu grüßen, die uns jetzt auch entdeckt hat und Glückwünsche an Kurt zum Geburtstag – wir haben die Quittungen von der Bar dabei.
„ Wain tarpeeton on tarpeellista“.

04
Aug.
2024
Tag 13 Stockholm - Göteborg - 470 km
Unsere Fähre hat pünktlich am frühen Morgen angelandet um 06. 30 – also noch früher aufstehen und zügig raus aus dem Kahn. Wir wollen jetzt erst mal Land gewinnen - aus dem Hafen raus und durch Stockholm auf die richtige Route in Richtung Göteborg finden. Erst jetzt machen wir unseren ersten Halt zum Frühstück – in einem Schnellrestaurant ( der Name ist der Redaktion bekannt ).
Wir haben heute einen straffen Zeitplan mit 480 km und einer nicht wartenden Fähre um 17.45. Wir wissen nicht, was auf uns zukommt und nehmen zunächst die direkte Route in Form einer Autobahn. Bei sonnigem Wetter haben wir Norrköping bereits hinter uns gelassen, als die Motorräder wieder einmal nach rechts zogen. Wir folgten dem Hinweisschild: Löfstad Slott ( was auch immer das heißt )und landeten vor einem alten knorrigen Baum. Der empfahl uns, rüber in den Garten- und Töpferladen zu gehen und was Schönes zu kaufen. Er fügte mit tiefer Stimme hinzu: „ Ihr habt jetzt Platz in Euren Koffern, weil der Rotwein und Whiskey weg ist“. So langsam wird uns die Sache unheimlich, aber wir denken, der hat einfach nur richtig geschätzt – und von dem Elchgeweih hat er auch nichts gewusst. Also dann, auf in den Gartenmarkt – es gab aber auch so putzige Sachen.
Bei Smöldby verlassen wir die Schnellstraße und fahren auf der Landstraße südlich bis nach Aeneby und dort westlich bei Husquarna wieder auf die direkte Göteborg-Linie. Giesen kleinen Umweg können wir sehr empfehlen als Abwechslung und Gelegenheit nochmals einen Blick ins Land zu werfen. Die Sonne scheint immer noch in leuchtenden Farben. Neben mehreren Seen treffen wir hier auch auf das erste abgeerntete Getreidefeld.
Bei Jonköpping sehen tauchen vor uns draue Wolken auf und dann: entgegenkommende Autos mit laufenden Scheibenwischern ( würg ). Es hat dann aber plötzlich richtig geschüttet – aussitzen mit Kaffeepause. Das funktioniert wieder bestens. Für den Rest der Strecke nahmen wir dann aber keine Rücksicht mehr. Regenkombi an und durch. Es ist ja wie immer ein warmer Landregen.
In Göteborg angekommen war es dann auch Zeit, sich zum Hafen durchzukämpfen und auf’s Schiff zu gehen. Wir nutzten diesmal die Bordküche und Bordbar und verabschiedeten uns von Skandinavien
Wir haben momentan eingeschränkten Internetzugriff – wie das halt so ist auf hoher See – und müssen ein bisschen improvisieren. Also seid nicht gleich so ungeduldig, wenn sich unsere Tagesberichte ein wenig verzögern- vielen Dank trotzdem auch für diese Hinweise. Wir haben festgestellt, dass uns einige austricksen wollen wegen unserem Geweih-Wettbewerb. Zehnmal die gleiche Nachricht geht natürlich nicht – wir sind ja nicht ganz blöd. Wir haben das jetzt ausgewertet. Ingrid, herzlichen Glückwunsch – völlig verdient. Wer uns wer uns so aufmunternd durch die Wildnis begleitet, hat den Preis zurecht verdient.
Wir haben übrigens gestern beschlossen, das Ende der Reise umzuplanen. Wir fahren morgen auf dem schnellsten Weg nach Hause - davon mehr später
“Vart hem är havet, vara vänner är stjärnoma”

05
Aug.
2024
Tag 14 Kiel - Elpersheim - 650 km
Wir sind heute um 9.30 von der Fähre runtergekommen und haben uns auf den Heimweg gemacht – aus drei Gründen: Ernst, Matthieu, Wilfried. Ernst muss sein Bein untersuchen lassen, Matthieu wollte ohnehin nicht in den Harz und Wilfried wollte sobald wie möglich zuhause sein. Außerdem sind es dann genau zwei Wochen, was eine glatte Zahl ist und sich leichter rechnen lässt. Wir haben uns also in Kiel nach dem Frühstück getrennt – da wo wir uns am Anfang auch getroffen haben.
Wir haben eine einmalige Motorradtour hinter uns. Wir hatten tolle Erlebnisse, haben tolle Eindrücke gesammelt und haben tolle Menschen kennengelernt – einige davon haben wir vorgestellt. Lea aus Berlin, Matteo aus Riva del Garda, Jazmin vom Camping Nilimella, Olli velli vom Souvenierladen, Rock Jape und Ella vom Zauberwald – alle haben uns beeindruckt. Wir würden uns freuen, wenn wir von Ihnen eine Nachricht bekommen.
Wir drei waren eine super Truppe, die sich glänzend verstanden hat – immer flexibel reagiert. Es gab niemals Stress. Wir hatten immer gute Laune und viel Spaß bei der Sache. Den ersten Preis für Dauerblinken hat Wilfried gewonnen für elf Kilometer Blinker links – Blinker rechts wäre schlimmer gewesen und hätte das Doppelte gekostet. Matthieu war bei diesem Wettbewerb mit seiner BMW klar im Vorteil – Blinker geht von alleine aus.
Wir bilden uns nicht ein, die durchfahrenen Länder kennengelernt zu haben. Viele Fragen blieben unbeantwortet. Wir werden vermutlich niemals erfahren, wer den roten Smart mit TBB-Kennzeichen in Skibotn gefahren hat. Wir haben im wesentlichen Straßen und Rastplätze erforscht. Hier ist Schweden unser eindeutiger Favorit mit sehr disziplinierten Verkehrsteilnehmern. Wir haben uns wie überall sehr an die Gepflogenheiten angepasst und sind keineswegs durch die Gegend gerast. Auf der Rückfahrt durch Südschweden haben tatsächlich einen funktionierenden Blitzer gesehen – 300 Meter vor uns durch einen einheimischen Motorradfahrer. Die Rastplätze – zumindest in Nordschweden – sind vorbildlich ausgestattet und werden von den Benutzern ebenso vorbildlich sauber gehalten.
Wir haben in unterschiedlichsten Herbergen übernachtet – von 120 bis 300 Euro für drei Mann. Hier war Finnland am teuersten. Für Restaurants haben wir zwischen 45 und 200 Euro für drei Mann ausgegeben. Hier war Norwegen am teuersten. Wie gesagt ist das eine Momentaufnahme. Es kann an einem anderen Ort zu einem anderen Zeitpunkt total anders aussehen. Auch mit Moskitos hatten wir bis auf den einen Abend in Schweden keine Probleme.
Ob wir diese Tour nochmals machen? – Nö. Wir sind ohne Erwartungen gestartet und uns über alles gefreut, das wir gesehen haben. Dies wird niemals mehr so sein. Außerdem hat jeder von uns ein großes Fass Benzin verbraten – muss auch nicht mehrfach sein. Insgesamt sind wir immerhin 6.350 km gefahren.
Ob wir diese Tour weiterempfehlen? – Unbedingt. Jeder sollte Dinge, die er sich vornimmt, durchziehen – egal was. Der richtige Zeitpunkt, diese Dinge zu tun, ist jetzt – es kommt kein besserer.
Was der ganze Spaß gekostet hat? – Wissen wir nicht. Es hat soviel gekostet wie es gekostet hat. Bei der ganzen Kartenzahlerei kommt man sowieso nicht mit.
Ob wir wieder ins normale Leben zurückfinden? – Klar. Morgen werden wir uns rasieren und weiter geht’s. Ob wir unserer Wege genauso gehen wie vor unserer Tour, wird sich erweisen.
Wie es mit uns weitergeht ? – Wissen wir noch nicht. Wie werden uns weiterhin sehen und sicherlich weitere Touren unternehmen – irgendetwas zwischen Pfitzinger Höhe und Südküste Australien.
Wir haben versucht, Euch über unsere Reise auf dem Laufenden zu halten. Auch das hat uns viel Spaß gemacht. Wir haben nichts von alledem erfunden – es war das, was wir erlebt haben. Okay, der kleine Gag mit der Hütte aus dem Sami-Museum – war doch leicht zu durchschauen, auch wenn Jazmin zuerst sauer darüber war. Es kann sein, dass einige Male die Fantasie mit uns durchgegangen ist. Als Motorradfahrer hat man viel Zeit zum Nahdenken. Geist, Körper und Maschine werden eins - gewissermaßen, das 3-fache Omm. Alles was wir nedergeschrieben haben, spielgelt unsere Empfindungen wider. Wir haben das am nächsten Tag nicht mehr durchgelesen oder korrigiert – sondern war wie es war. Wir hoffen, hattet auch ein wenig Spaß daran und würden uns freuen von Euch ein Feedback ( Kommentar ) zu erhalten.
Wenn Ihr uns auf info@draufundlos.eu schreibt können wir antworten. Es darf sich jeder ein Lieblingsbild aussuchen.
Also Ihr 1,2 Millionen, schaut hin und wieder mal rein - ob es News gibt - und kämpft für eine freie Welt
„carpe diem quam minimum credula postero“

























































































